Presse:

Nicole Herzog in www.abhoern.de:

Da ist sie nun, die neue Platte von Permanent Disaster. Sie trägt den Namen "Deutsche Erstaufführung". Wer diese Band schon mal live auf der Bühne gesehen hat, weiß: Die sind anders. Es gibt keine Schublade, in die sie rein passen. Da spielen vier etwas ältere Herren und ein etwas jüngerer ihre Instrumente mit einer Hingabe, die nur noch durch die akrobatischen Einlagen des Sängers übertroffen wird. Genial dabei ist, dass die deutschen Texte manchmal ins Abstruse abdriften ohne sinnlos zu werden. Wer das verstehen will, muss sich diese CD besorgen. 6 Songs sind auch nicht zuviel für Neueinsteiger. Produziert hat die Scheibe wieder Stefan Belz, welcher auch u. a. für die Platten von Emotion Elevator, Out of Square, Analogue Disaster u. v. m. verantwortlich ist.

Er hat es verstandenen, den typisch, rotzigen Bühnensound irgendwie auf CD zu bannen. Opener ist "Kopf hoch". Dreckiger Rock mit einer Durchhalteparole. Die braucht man aber nicht. "Transporter" ist eine Homage an das deutsche Motto: Der Kunde ist König. Gespickt mit viel Ironie und Sarkasmus kann man hier innerlich über seine eigenen berufliche Kundschaft abkotzen. "Zentimeter" ist der erste große Kracher. Man lauscht dem Text und fragt sich, was meinen die wohl, um dann überrascht zu werden, über was da philosophiert wird. Mehr soll dazu nicht verraten werden, sonst gibt es ja beim Hören keine Überraschung mehr.

Weiter geht es mit einer kleinen Reise: "Hans" entführt uns in eine Hamburger Kneipe, gefühlsmäßig, nicht textlich.Wunderschön traurig mit Akkordeon. Ein Stück zum weinen. Jemand hat doch schonmal die absolute Verzweiflung gespürt, in der man sich einfach nur betrinken will, um dann irgendjemand sein Leid zu klagen, und sei es dem Barmann. Als vorletztes Stück kommt die "Kleine Farsi" daher. Eine Hymne an religionsübergreifende Liebe. Mit oder ohne Kopftuch? Hauptsache sie sieht gut aus. Wahnsinn! Und zum Schluss kommt mal ein Oberhammer für alle die sich schon mal live an Permanent Disaster erfreut haben.Meistens bleibt da ein Satz hängen: "Ich hab Dir gesagt, die Portionen sind gewagt". "Pizza essen" ist der Song, der diesen Satz beinhaltet.Viel kann man darüber nicht sagen, nur, dass es ums essen geht.

Rock'n'Roll vom feinsten. Schön was uns da die vier älteren Herren und ein jüngerer präsentiert haben. Bitte kauf mich! (nih)

Jürgen Schreiner im Main-Echo, 2003:

„ „Permanent Disaster“ räumten als Opener (des Open-Your-Eyes-Festivals, p.d.) am Freitag mit ihrem knallharten Metal gleich alle Zweifel aus, welche musikalische Kerbe an diesem Wochenende vorzugsweise geschlagen werden würde. Zwischen schreienden Gitarren, wummernden Bässe, knackigen Drums und an der Belastungsgrenze vibrierende Stimmbänder waren „chillige“, relaxtere Töne, wie sie zwischendurch ... zu hören waren, schon fast wieder wohltuend.“